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"Wir alle werden verrückt geboren. Manche bleiben es." (Samuel Beckett)

Hellwigs Faszination liegt bei den sogenannten Verrückten, bei den Außenseiterwelten. Um aus einer verschobenen Perspektive die Wirklichkeiten zu betrachten und die daraus resultierenden Möglichkeiten und Erfahrungswelten durchzuspielen.

Wir existieren durch unsere Geburt. Unsere Identität aber müssen wir erst entwickeln und entdecken. Oder wir bekommen eine Identität angedichtet. Oder erdichten uns selbst eine. Oder zwei. Wir sind mehr als nur eine Person, abhängig von der jeweiligen Situation oder dem jeweiligen Schicksal. Wir können uns stets neu erfinden. Das Handeln bestimmt unsere Identität, wer wir sind und wie wir wahrgenommen werden.

Die Protagonisten in Hellwigs Texten sind Einzelgänger, die besessen sind von einer Idee. Sie spielen mit Ideen und Identitäten, bis hin zur möglichen Selbstauflösung. Ihr Handeln steht im Zeichen einer Flucht. Doch auch das flüchtige Dasein erzeugt eine Form von Sein.

Hellwig zeigt uns auf poetische und absurde Weise Störungen. Oftmals liegt der Ursprung dafür in einem Mangel. Die Wünsche und Sehnsüchte der Figuren entstehen aus diesem Mangel. Identität entsteht aus einem Verlust. Der Traum wächst aus dem Trauma heraus.

Die Familie ist dabei ein wiederkehrendes Motiv. Die Familie als erkennbarer Mikrokosmos menschlichen Zusammenlebens. Durch das Schicksal miteinander verbunden zu sein, und der Versuch, sich darin zu begegnen, abzugrenzen oder fremd zu bleiben.

Durch die Sprache können wir uns unsere Existenz bestätigen und Identitäten verankern.








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